Jedes Rad braucht eine Glocke – aber nicht bei jedem Fahrer klingelt’s!

Fahrradklingeln sind für jeden Radfahrer ein wichtiges Hilfsmittel. Und ein gesetzlich vorgeschriebenes dazu: So gehört die die Glocke laut Straßenverkehrsordnung (StVZO) zur sicherheitstechnischen Mindestausstattung, die an keinem Fahrrad fehlen darf. Wie wichtig sie ist, merken Viele erst, wenn sie wegen der fehlenden Klingel durch die Verkehrskontrolle fallen – oder wenn sie einen Unfall bauen.

„Klingelmuffel“ schaden sich und anderen

Noch immer sind auf unseren Radwegen und Straßen etliche „Klingelmuffel“ unterwegs. Diese schneiden sich jedoch wie die „Gurtmuffel“ selbst ins eigene Fleisch. Mit Klingel ist man nämlich nicht nur sicherer, sondern auch schneller unterwegs. Man kann andere Verkehrsteilnehmer von weitem schon auf sich aufmerksam und so den Weg rechtzeitig frei machen. Ohne Klingel wird das schwierig, zumal Rufe nicht jedermann gleich richtig einordnen kann. Der Ton einer Fahrradklingel jedoch wird vom Gehirn der Verkehrteilnehmer schnell und richtig interpretiert.

Die Klingel als „Wurmfortsatz“ der Fahrradindustrie

Obwohl sie gesetzlich vorgeschrieben ist, wird die Fahrradklingel von der Fahrradindustrie und den Radfahrern stiefmütterlich behandelt. Wie ein Blindarm ist sie zwar in der Serienausstattung oft enthalten – ob sie aber irgendwann zu einem Problemfall wird, scheint manchen Herstellern noch immer ganz egal zu sein, denn  auf Qualität wird zu wenig geachtet. Und an manchen Rädern wird die Klingel, blinddarmgleich, schon vor der Lieferung entfernt: Rennräder oder stylische City-Bikes kommen, um Gewicht zu machen, heute scheinbar auch ohne Klingel aus – jedenfalls sind sie oft nicht als Standardausrüstung im Preis enthalten. Und wo eine Klingel am Lenker angebracht ist, verrichtet sie zwar im Fahrradgeschäft und einige Zeit im Freien ihren Dienst – doch zeigen Tests, dass die Klingeln oft nicht so lang halten wie die Räder, an denen sie befestigt sind. Klingeln müssen nicht selten nachgekauft oder nachgerüstet werden – dies sollte man im Falle eines Falles als Radfahrer auch tun.

Neu klingt jede Klingel gut – es lohnt sich, auf Qualität zu achten

Neu im Laden funktioniert noch jede Klingel – der Ärger kommt meist hinterher. Wer eine Fahrradklingel kauft, sollte unbedingt auf Qualität achten. Denn Testberichte und Materialprüfungen zeigen: Billige klingeln entsprechen oft nicht den Anforderungen. Bei Tests werden Werte wie Schalldruckpegel und Dauerhaltbarkeit gemessen. Zwar entspricht die Lautstärke auch bei Billigmodellen am Anfang noch der Norm, doch im Dauertest entstehen viel zu schnell Defekte auf. Ergebnis: Viele Klingeln fallen durch, blockierende Hebel, Federbrüche oder schlicht Verrottungen durch Rost sind an der Tagesordnung. Aber was erwarten auch Leute, die in ihre Fahrradklingel nicht mehr als 95 Cent investieren möchten? Generell gehören Fahrradklingeln eher zu den günstigsten Utensilien an einem Rad. Man muss hier wirklich nicht viel Geld investieren, um auf Qualität zu setzen, wir reden hier über Investitionen im unteren Euro-Bereich.

Heute gibt’s für jeden Typ die richtige Klingel

Wer heute eine Fahrradklingel kauft, kauft nicht unbedingt nur ein Akustik-Warnsignal, sondern er erwirbt damit heute oft auch ein Fashion-Statement. Mittlerweile gibt es für jeden Typ das richtige Modell. Welcher Klingel-Typ sind Sie? Sind Sie eher der sportliche Typ, der mit 2 klaren akustischen Signalen den Weg freimachen will und eine leichte, gewichtsreduzierte Glocke benötigt? Oder sind Sie mit einem City-Rad im Lärm der Großstadt unterwegs, wo sich eine große, bauchige, schallintensive Glocke am besten macht? Auch für Kinder gibt es schöne Klingeln, die z. T. lustige Töne von sich geben. Für Fußballfans gibt es Klingeln mit Vereinswappen usw. Sie sehen: Der Individualität sind heute am Lenker keine Grenzen gesetzt.

 
 
 

Zuletzt angesehen